Aquakultur Wasseraufbereitung für RAS _ BANNER

Aquakultur-Wasseraufbereitung für RAS: Forschungszusammenarbeit zur Sulfatentfernung und zum Wohlbefinden der Fische

Enwa arbeitet eng mit Universitäten und Industriepartnern zusammen, um fortschrittliche Lösungen für die Wasseraufbereitung in Aquakulturanlagen mit Kreislaufführung zu entwickeln. Eine der größten Herausforderungen in der landgestützten Aquakultur ist das Risiko der Bildung von Schwefelwasserstoff (H₂S) - eine bekannte Ursache für das Fischsterben in RAS-Anlagen, die Brack- oder Meerwasser verwenden.

Die Bildung von Schwefelwasserstoff steht in engem Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Sulfat (SO₄²-), das natürlicherweise im Meerwasser vorkommt und häufig während des Smoltifizierungsprozesses eingebracht wird, wenn die Fische vom Süßwasser ins Meerwasser überführt werden.

Sulfatentfernung zur Verringerung des H₂S-Risikos in RAS

Im Rahmen des Projekts des Norwegischen Forschungsrats (NFR) Aquasulfat, Die Partner untersuchen, wie die Sulfatentfernung aus dem Zulaufwasser das Risiko der Schwefelwasserstoffbildung in RAS-Anlagen erheblich verringern kann.

Im Rahmen des Projekts wird der Einsatz von Nanomembranfiltration als Methode zur Sulfatentfernung in Wasseraufbereitungssystemen für die Aquakultur untersucht, um einen sichereren und stabileren Betrieb von RAS-Anlagen an Land zu ermöglichen.

Enwa Water Technology ist der Projektleiter dieser dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsinitiative, die in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen durchgeführt wird:

  • Universität von Bergen (UiB)

  • NIVA

  • DTU - Technische Universität von Dänemark

  • Universität von Stirling (UK)

Enwa hat das Wasseraufbereitungssystem für die Sulfatentfernung entworfen und geliefert, das die Verwendung von Meerwasser als Zusatzwasser in RAS unterstützt und gleichzeitig die Betriebssicherheit verbessert.

Pilot-Aquakultur-Wasseraufbereitungsanlage in Hardingsmolt

Im Rahmen der Entwicklungsarbeit hat Enwa in Zusammenarbeit mit Hardingsmolt eine Pilotanlage zur Wasseraufbereitung in Aquakulturen für die Sulfatentfernung gebaut. Die Pilotanlage ist an die RAS-Smolt-Produktionsanlage von Hardingsmolt in Tørvikbygd, Hardanger, angeschlossen.

Ziel ist es, das Meerwasser zu behandeln, bevor es in das RAS-System gelangt, um die Sulfatkonzentration zu senken und das Risiko der Schwefelwasserstoffbildung zu minimieren. Dies ermöglicht eine bessere Vorhersagbarkeit der Wasserchemie und ein besseres Wohlergehen der Fische.

Das Herzstück des Systems ist eine Nanofiltrationseinheit, die Sulfat entfernt und andere gelöste Bestandteile reduziert. Zur Optimierung werden umfangreiche Tests durchgeführt:

  • Wasserqualität und Wasserchemie

  • Systemleistung im RAS-Betrieb

  • Fischgesundheit, Wachstumsbedingungen und Wohlergehen

UiB und NIVA leisten einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Bewertung dieser Parameter.

Industrieübergreifende Technologie für nachhaltige Aquakultur

Die in diesem Wasseraufbereitungssystem für Aquakulturen verwendete Sulfatentfernungstechnologie basiert auf bewährten Lösungen aus der Öl- und Gasindustrie. Durch die Adaption branchenübergreifender Technologien liefert Enwa robuste und skalierbare Lösungen, die auf moderne RAS-Anlagen zugeschnitten sind.

“Für Enwa ist es hochinteressant, unsere Erfahrungen aus anderen Branchen in die Entwicklung neuer Lösungen für die Aquakultur einfließen zu lassen.”
sagt Bjørn Dørum, Direktor bei Enwa Wassertechnologie.
“Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden uns helfen, in Zukunft noch effizientere und zuverlässigere RAS-Wasseraufbereitungslösungen zu liefern.”
Bjørn fügt hinzu.

Förderung des Fischschutzes und des nachhaltigen RAS-Betriebs

Das Projekt wird von Innovation Norway im Rahmen seines Programms zur Entwicklung von Umwelttechnologien unterstützt, was seine Bedeutung für die Entwicklung einer nachhaltigen Aquakultur unterstreicht.

Durch Forschungskooperationen, Pilotversuche und fortschrittliche Wasseraufbereitungstechnologien für die Aquakultur trägt Enwa Water Technology dazu bei:

  • Besseres Wohlergehen der Fische in RAS

  • Geringeres Risiko von Schwefelwasserstoffzwischenfällen

  • Sicherere und nachhaltigere landgestützte Aquakultur